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Jour Fixe

Jeden zweiten Freitag im Monat laden wir Sie herzlich zu unserem Jour Fixe ein.

In einem ungezwungenem Rahmen mit Vorträgen und kulturellem Programm möchten wir eine Gelegenheit zum gesellschaftlichen Austausch bieten. Der Eintritt ist frei. Sie können unser Online-Formular nutzen und uns Ihre Meinung mitteilen.

Um dauerhaft ein hohes Niveau unserer Jour Fixes sicherstellen zu können, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Ihre Spende hilft uns auch zukünftig die Kosten für Vorträge und künstlerische Beiträge bestreiten zu können. Gerne können Sie auch für konkrete Projekte spenden. Sprechen Sie uns an.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Ansprechpartnerin

Fangfang Gao 
info@china-stiftung.de 
Tel.: 089 23785861 
Bürozeiten: Mo - Fr 10.00 - 17.00 Uhr

225. Jour Fixe der Stiftung ex oriente

“Stimmen aus der Ferne: Die ersten chinesischen Tonaufnahmen im Berlin der 1920er Jahre”

Vortrag von Herrn Prof. Dr. Henning Klöter am 9. Oktober 2026 um 19:30 Uhr im Konfuzius-Institut München oder im Livestream via Zoom/Youtube

Zusammenfassung

In den 1920er Jahren entstand in Berlin ein einzigartiges akustisches Fenster nach China: Einige der ältesten bekannten Tonaufnahmen chinesischer Sprachvarietäten wurden hier produziert – fernab ihres eigentlichen Sprachraums. Dieser Vortrag führt in die faszinierende Entstehungsgeschichte dieser Aufnahmen ein, die heute im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin aufbewahrt werden.

Im Zentrum stehen zwei unterschiedliche Projekte: Zum einen Aufnahmen des Hakka-Dialekts, die im Rahmen eines großangelegten Projekts zur Sprachdokumentation entstanden. Zum anderen Mandarin-Aufnahmen, die als innovatives Begleitmaterial für das wohl früheste Audiolehrwerk für Chinesisch in Deutschland dienten. Wer waren die Menschen hinter diesen Aufnahmen? Welche Institutionen machten diese Pionierarbeit möglich? Und wer waren die Sprecherinnen und Sprecher, deren Stimmen bis heute erhalten geblieben sind?

Der Vortrag beleuchtet nicht nur die historischen Hintergründe und Netzwerke zwischen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft im Berlin der Zwischenkriegszeit, sondern fragt auch nach der heutigen Bedeutung dieser Aufnahmen. Sie eröffnen Perspektiven für die Sprachwissenschaft, die Mediengeschichte und die Geschichte der Fachdidaktik Chinesisch in Deutschland. 

Über den Referenten

Henning Klöter ist seit 2015 Professor für Neuere Sprachen und Literaturen Chinas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seiner Promotion an der Universiteit Leiden im Jahr 2003 lehrte er u.a. in Taipei, Bochum, Mainz und Göttingen. Zu seinen aktuellen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der chinesischen Sprachwissenschaft in Europa, Mehrsprachigkeit und Sprachplanung in China sowie die Sprachgeschichte von Überseechinesen.

 

Hier können Sie sich live auf Zoom zuschalten. 

Hier können Sie sich live per YouTube-Livestream zuschalten.

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